Kaptr
Stand September 2026

Scrollende Screenshots unter Windows

Sie brauchen eine lange Tabelle, eine ganze Rechnung oder ein Protokoll als ein Bild — aber auf den Bildschirm passt nur ein Drittel. Windows hat dafür bis heute keine eingebaute Lösung. Hier stehen die Wege, die es trotzdem gibt, ehrlich sortiert: was gratis geht, wo die Grenze liegt, und was übrig bleibt, wenn es kein Browserfenster ist.

Kurz vorweg: Windows kann es nicht

Das Snipping Tool — bei älteren Windows-Fassungen „Ausschneiden und skizzieren" — kann Rechtecke, Fenster, Freihandformen und inzwischen auch Bildschirmvideos aufnehmen. Einen scrollenden Screenshot kann es nicht. Auch die Taste Druck nimmt immer nur das auf, was gerade zu sehen ist.

Das ist keine Nachlässigkeit, sondern technisch unangenehm: Das Betriebssystem weiss nicht, wie weit ein fremdes Programm noch scrollen kann. Jeder Weg unten löst dieses Problem anders — und daran liegt es auch, warum keiner überall funktioniert.

Weg 1: Im Browser — gratis und eingebaut

Wenn die lange Seite eine Webseite ist, brauchen Sie gar nichts zusätzlich. Alle drei grossen Browser können eine komplette Seite als Bild speichern, auch den Teil unterhalb des Bildschirmrands.

Firefox

  1. Rechtsklick auf eine freie Stelle der Seite
  2. „Bildschirmfoto aufnehmen" wählen
  3. Oben rechts auf „Gesamte Seite speichern"

Microsoft Edge

  1. Rechtsklick auf die Seite, dann „Webauswahl" beziehungsweise „Screenshot"
  2. „Ganze Seite aufnehmen" wählen

Google Chrome

Chrome versteckt es in den Entwicklerwerkzeugen, es geht aber ohne Vorkenntnisse:

  1. F12 drücken
  2. Strg Umschalt P drücken — ein Eingabefeld erscheint
  3. screenshot tippen und „Capture full size screenshot" wählen

Wann dieser Weg reicht: Die Seite liegt im Browser, hat keine eigenen Scrollbereiche und lädt nicht beim Runterscrollen nach. Dann ist er die beste Wahl — schnell, gratis, in voller Auflösung.

Wann er scheitert: Bei Seiten, die erst beim Scrollen nachladen, bei Tabellen mit eigenem Rollbalken innerhalb der Seite, und bei festen Kopfzeilen, die dann im Bild ein Dutzend Mal übereinander auftauchen.

Weg 2: Alles, was kein Browser ist

Und damit sind wir beim eigentlichen Problem. Die langen Sachen, die man im Arbeitsalltag zeigen muss, stehen meistens nicht im Browser:

Für diese Fälle bleibt nur ein Hilfsmittel, das mitscrollt und die Einzelbilder zusammenrechnet. Genau das macht die Scrollaufnahme in Kaptr: Sie ziehen einen Rahmen um den Bereich, scrollen ganz normal mit dem Mausrad, und beim Beenden setzt das Programm die Einzelbilder zu einem Bild zusammen. Es erkennt dabei die Überlappung, sodass feste Kopfzeilen nicht mehrfach im Bild stehen.

Siebzehn Sekunden: aufnehmen, in der Bibliothek, als Anleitung weitergeben.

Die Wege nebeneinander

WegFunktioniert beiGrenze
Browser eingebaut Webseiten Nur im Browser. Probleme bei nachladenden Seiten und festen Kopfzeilen.
Mehrere Screenshots von Hand Überall Kostet Zeit, und die Übergänge passen nie ganz. Für zwei Bildschirmhöhen vertretbar, darüber nicht.
Scrollaufnahme mit Hilfsmittel Jedem Programm, auch kleinen Fenstern Braucht ein zusätzliches Programm.

Worauf es bei kleinen Fenstern ankommt

Ein Punkt, über den die meisten Werkzeuge stolpern: Fenster, die nur ein paar Zentimeter hoch sind. Ein Suchfenster in SAP etwa. Solche Werkzeuge vergleichen einen festen Streifen am Bildrand, um die Überlappung zu finden — ist das Fenster kleiner als dieser Streifen, kommt gar nichts zustande, meist ohne Fehlermeldung.

Wenn Sie so ein Fenster aufnehmen müssen, probieren Sie es vor dem Kauf genau damit aus. Das ist der Fall, an dem sich zeigt, ob ein Werkzeug taugt.

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Scrollaufnahme, Beschriften mit Pfeil, Nummer und Lupe, Bildschirmvideo, und Export als PDF oder Word. Für Windows und macOS. 14 Tage vollständig testen, danach 30 Franken einmalig — kein Abonnement.

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